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Verfassungsgeschichte


Aus der Luzerner Verfassungsgeschichte des 19. Jahrhunderts


Mediationsakte

Als erste Luzerner Verfassung, die tatsächlich in Kraft trat und sich mit dem modernen Verfassungsbegriff deckt, ist die Verfassung aus der Mediationsakte von 1803 zu nennen. Diese Mediationsakte bestand aus den Verfassungen der neunzehn Kantone und einer Bundesverfassung. Die Akte liess Napoleon Bonaparte erstellen.

  

  

Verfassung 1829-1832

Nach dem Sturz Napoleons strengten Patrizier und Stadtbürger mit einem Staatsstreich die Rückkehr zu vorrevolutionären Zuständen an. Der Grossen Rat setzte sich nun aus je 50 Mitglieder von Stadt und Landschaft zusammen. Der Rat ergänzte sich vorwiegend selber und bestimmte aus seinem Kreis einen 36köpfigen Täglichen Rat, die Regierung. 1829 und 1831 setzten sich Verfassungsrevisionen durch, die liberale Anliegen aufnahmen (Gewaltenteilung, Volkssouveränität).

Karikatur und Kommentar aus: Kunstmuseum Olten, Martin Disteli 1802-1844, Ausstellungskatalog 3. Auflage 1981


Spannungen mit der Kirche und dem Landvolk führten zu einer Verfassungsreform, die katholisch-konservative und demokratische Forderungen verwirklichte. Das allgemeine Stimmrecht und demokratische Mitwirkungsrechte wurden eingeführt. Die Kirche gewann an Einfluss, z.B. in den Schulen.


Die Niederlage des Sonderbunds 1847 führte zum Bundesstaat. Die Luzerner Verfassung von 1848 reduzierte den kirchlichen Einfluss wieder und verwirklichte liberale Zielsetzungen.


Verfassung 1863

Die Verfassung von 1848 bildet das Gerüst der geltenden Staatsverfassung vom 29. Januar 1875. Demokratische Fortschritte brachten die Verfassungsrevisionen von 1863 und 1869. Nach der Revision der Bundesverfassung 1874 wurde die Luzerner Staatsverfassung weiter der Entwicklung angepasst.





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